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Commerzbank schmeisst solvente Kunden raus!

Die Commerzbank ist mir mit der geplanten Beendigung der Geschäftsbeziehung wohl zuvor gekommen, denn heute flattert mir und auch meiner Frau die globale Kündigung all unserer privaten Commerzbank-Konten ins Haus:

Schreiben der Commerzbank AG – Group Banking Operations vom 12.02.2013:

Kündigung Konto Nr: 090300001, 090300002, 090300000 und Depot 090300000
Sehr geerhter Herr H.,
gemäß Nummer 19 Absatz 1 unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen steht der Bank das Recht zu, einzelne Geschäftsbeziehungen jederzeit kündigen zu können. Von diesem Recht machen wir hiermit Gebrauch und kündigen das oben genannte Konto mit Wirkung zum 15.04.2013.

Bitte erteilen Sie uns bis zum vorgenannten Termin einen Auftrag, auf welche Kontoverbindung wir ein noch vorhandenes Guthaben übertragen können. Ein etwaiger Schuldsaldo muss bis zu diesem Termin ausgeglichen werden. Wir empfehlen Ihnen, die Stellen, von denen Sie Zahlungseingänge erwarten, übder die Änderung zu informieren. Lastschriften werden von uns ab dem vorgenannten Termin nicht mehr eingelöst, sondern an den Zahlungsempfänger zurückgegeben. Bestehende Daueraufträge werden gelöscht.

Weiterhin kündigen wir die bestehenden Kreditkarten/girocard-Maestro-Card-Verträge.

Wir bitten Sie, uns bis zum 15.04.2013 die noch vorhandenen Scheckvordrucke, girocard-Maestro-Cards und/oder Kreditkarten zurückzusenden oder in einer unserer Geschäftsstellen abzugeben.

Mit freundlichen Grüßen
Commerzbank AG

Die telefonische Nachfrage bei unserer Kundenberaterin brachte keinen echten Grund für die Kündigungen hervor, es wurde nur wieder auf das in den AGB verankerte Recht zur Kündigung durch die Bank verwiesen.

Die Commerzbank hat offensichtlich kein Interesse mehr an Kunden, die über ausreichendes Guthaben auf dem Tagesgeldkonto verfügen, die keinen Dispo in Anspruch nehmen und die sich die unzeitgemäßen Kontoführungsgebühren (ja, bei der Commerzbank gibt es sowas noch) durch munteres monatliches Hin- und Herbuchen von größeren Beträgen sparen. Die Commerzbank hat sich mit dieser sonst nicht nachvollziehbaren Kündigung einen zwar solventen aber für die Bank eben eines unlukrativen Kunden kurzerhand entledigt. Die FAZ hat vor kurzem einen Verlust von 720 Millionen Euro bei der Commerzbank gemeldet und heute hat die Commerzbank wirklich etwas dagegen getan. Damit die Commerzbank nicht noch mehr Arbeit mit uns hat indem sie unser Guthaben auf ein anderes Konto übertragen muss, werden wir uns nächste Woche den Spaß machen und uns unser Guthaben in einer Commerzbank-Geschäftsstelle bar auszahlen lassen. Wir sprechen hier von rund fünfzigtausend Euro privatem Vermögen, dass die Commerzbank offensichtlich nicht mehr verwalten möchte. Das Geschäftskonto unserer Firma hat bislang zwar noch keine Kündigung erhalten – dort fallen ja immerhin monatlich Kontoführungsgebühren an – doch wir werden diese Geschäftsbeziehung nun unsererseits beenden und auch die dort parkenden liquiden Mittel abziehen.

Auf das Problem der kurzerhand deaktivierten Kreditkarte von gestern hat die Commerzbank im Übrigen bis jetzt noch nicht reagiert – trotz Bitte um Rückruf und Fax an die Filiale sowie das Beschwerdemanagement in Frankfurt mit der Aufforderung zur Erklärung des Sachverhalts.

Es erscheint in diesem Zusammenhang auch wenig verwunderlich wenn das Zwangsversteigerungsportal der Justiz voll mit Objekten ist, bei denen die Commerzbank AG als Gläubiger die Zwangsversteigerung veranlasst hat. Es wird knallhart, rücksichtslos und mit Methode versucht, die Verluste der Bank zu reduzieren.

Dazu fällt mir insgesamt einfach nur noch dies ein: Commerzbank AG – FUCK YOU!

2 Comments

  1. Moritz schrieb dazu:

    Kann den Artikel soweit nur bestätigen. Meiner Famielie wurden 2 bestehende Konto verbindungen gekündigt, die eine bestand seit etwa 40 Jahren die andere Knapp 20. beide standen konstant bei einem 6 Stelligen betrag, und nahmen nie einen Dispo in Anspruch. Jämmerlich ist auch das kein adequarter Kündigungsgrund genannt wurde, sondern ebenfalls auf 19.1 verwiesen wurde. Möglicherweise hing die Kündigung auch mit der Depotverschiebung zu einer Online Bank zusammmen, und der Künftig sinkenden profiterwartung seitens CB. Naja mit dem neuen Konto bin ich eh besser bedient, und den Spaß mir mein Vermögen privatauszahlen zu lassen habe ich mir auch nicht nehmen lassen. Ein Besonderer Rache Faktor war das Einstellige Sparbuch, welches ich einem Monat nach kündigung auf ein Konto bei der SA bank schicken wollte, dies hat die inkompetenten Mitarbeiter sicherlich einige Kaffepausen gekostet.

    2015-12-13 um 10:53 | Permalink
  2. dirk schrieb dazu:

    bei mir genau das selbe. mein geschätskonto bei der deutschen bank wurde nach etwa 2-3 monaten gekündigt. ohne begründung.

    zitat „aufgrund nr. 19 abs 1 unserer allgemeinen geschäftsbedienungen haben wir das recht, die gesamte geschäftsverbindung zu ihnen jederzeit zu kündigen. hiervon machen wir gebrauch und kündigen ihr konto mit wirkung zum XX“

    das lustge ist, mein guthaben beträgt rund 90.000 euro. scheint so, als ob private banken solvente kunden nicht mehr wünschen, da man mit diesen wohl nicht so viel geld verdienen kann wie mit leuten die auf einem dispo angewiesen sind.

    2016-05-08 um 14:42 | Permalink

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